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Im einfachsten Fall dieser Methoden können wir wie bei der „Moving Windows“-Methode vorgehen: Wir definieren eine gewisse „Nachbarschaft“ bekannter Datenpunkte um die jeweils zu schätzende unbekannte Position; das arithmetische Mittel aus diesen bekannten Messwerten ist dann unser Schätzwert (= lokale Mittelwertbildung, moving average). Die Nachbarschaft kann unterschiedlich definiert werden:
Dieses Instrument ist aber recht unscharf, weil die verschiedenen Distanzen zwischen Schätzposition und bekannten Punkten nur unzureichend in die Interpolation einfliessen. Die eigentlichen Distanz-basierten Methoden verwenden eben alle jene Entfernungen zwischen der zu schätzenden Position und den bekannten Messpunkten, um deren Einfluss in der Berechnung des Schätzwertes zu gewichten. Sie setzen übrigens einen linearen räumlichen Zusammenhang zwischen den Phänomenen voraus.
Bei der sogenannten „inversen Distanz-Gewichtung “(Inverse Distance Weighting, IDW) wird das Gewicht jedes bekannten Punktes invers proportional zu seiner Entfernung zum geschätzten Punkt gesetzt. Die Berechnung erfolgt nach dieser Formel:
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... zu schätzender Wert,
... bekannte
Werte di..., dn... Distanzen der n Datenpunkte zum geschätzten Punkt |
Meist finden Sie die folgende Variante, in welcher der Einfluss der Distanz zusätzlich über einen Exponenten gesteuert werden kann (dieser wird in den meisten Programmen auf 2 voreingestellt):
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... zu schätzender Wert,
... bekannte
Werte dpi..., dpn... mit p exponenzierte Distanzen der n Datenpunkte zum geschätzten Punkt |
Je niedriger der Exponent gesetzt wird, desto gleichförmiger gehen alle Nachbarn (ungeachtet ihrer Distanz) in die Berechnung ein, und desto „glatter“ wird die Schätzoberfläche. Je höher der Exponent wird, desto akzentuierter und „unruhiger“ wird die Oberfläche, da nur mehr das Gewicht der nächstgelegenen Nachbarn in die Interpolation einfliesst (siehe folgende interaktive Animation).
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In der folgenden interaktiven Animation sehen Sie 10 Datenpunkte (blau) mit bekannten Messwerten (Ziffern neben den Punkten) und einen Punkt mit zu errechnendem Wert (rot). Beim Start der Animation wird dieser aus den vorgegebenen Werten und Distanzen ermittelt. Um die Prinzipien der IDW-Interpolation besser kennen zu lernen, experimentieren Sie nun:
Beantworten Sie aus Ihren Experimenten heraus folgende Fragen:
Klicken Sie hier für mehr Informationen
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